Bleaching


Bleaching: Der Weg zu strahlend weißen Zähnen



Viele Menschen wünschen sich strahlend weiße Zähne. Dieses Ideal wird vor allem von der Werbung und vom Fernsehen gezeigt. Schöne, helle Zähne wirken jung und vermitteln eine positive, sympathische Ausstrahlung.

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Sie gelten als Sinnbild für Gesundheit, Attraktivität und Erfolg. Dunkle oder gelbe Zähne können als eher unästhetisch empfunden und als Signal für Alter, Krankheit oder mangelnde Pflege wahrgenommen werden.

Verfärbungen der Zähne können verschiedene Ursachen haben:

  • Auswirkungen des natürlichen Alterungsprozesses, einhergehend mit der Einlagerung von Farbstoffen (z.B. Tee, Kaffee, Rotwein, Cola, Nikotin, natürliche Farbstoffe im Obst, Gemüse etc.)
  • Nach Wurzelkanalbehandlungen oder einem Trauma können sich einzelne Zähne dunkel verfärben
  • Die Einnahme bestimmter Medikamente (Tetrazykline) im Kleinkindalter kann Störungen der Zahnentwicklung und eine Verfärbung nahezu aller Zähne zur Folge haben
  • Genetische Störungen können ebenfalls Ursache von Störungen sein

Der Wunsch nach „hellen“ Zähnen lässt sich heute in den meisten Fällen sehr erfolgreich und ohne jegliches gesundheitliches Risiko realisieren. Ausnahme: Durch Tetrazykline verursachte Verfärbungen. Bleaching ist ein wissenschaftlich anerkanntes, sicheres und hochwirksames Verfahren. Es sollte generell nur von geschultem zahnärztlichem Personal durchgeführt werden. An gebleichten Zähnen kann vorübergehende Überempfindlichkeit auftreten, durch Bleaching verursachte Schäden sind jedoch ausgeschlossen.

In Apotheken oder Drogerien angebotene Produkte zum Bleaching können zwar ebenfalls sachgerecht verwendet werden, sind aber im Vergleich zum vom Zahnarzt betreuten Bleaching wenig wirksam. Hintergrund: Nach Deutschem Medizinproduktegesetz dürfen freiverkäufliche Produkte nur sehr geringe Wirkstoff-Konzentrationen aufweisen. Zugelassen ist hier ein maximaler Wert von 4 Prozent. Zum Vergleich: Zahnärzte arbeiten mit Konzentrationen von bis zu 20 Prozent (Home-Bleaching)

Vitale Zähne können per Home-Bleaching oder mit dem sogenannten Office- oder Praxis-Bleaching aufgehellt werden. Nicht-Vitale Zähne müssen von innen heraus, also in jedem Fall in der Zahnarzt-Praxis gebleicht werden.



Bei der Methode des Home-Bleaching werden für den Oberkiefer und den Unterkiefer des Patienten Softschienen individuell angefertigt. Der Patient füllt diese Schienen zuhause mit Bleichgel und trägt sie pro Anwendung ca. 1 bis 1,5 Stunden.

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Eine längere Tragedauer der Schienen ist wenig wirksam, da nach zirka 1,5 Stunden über 80 Prozent der Wirksamkeit des Bleichgels aufgebraucht ist. Der Patient selbst bestimmt die Dauer der Anwendung – je häufiger er Schienen trägt, desto heller wird die Farbe der Zähne.

Vorteile
Die Schienen sind wiederverwendbar, wenn also der Patient nach zwei bis drei Jahren eine Auffrischung wünscht, können die vorhandenen Schienen wieder eingesetzt werden. Außerdem treten beim Home-Bleaching weniger Hypersensibilitäten als beim Praxis-Bleaching auf. Ebenso hält die Wirkung in der Regel länger als beim Praxis-Bleaching an.

Nachteil
Im Vergleich zum Bleaching in der Zahnarzt-Praxis dauert es beim Home-Bleaching deutlich länger, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird.


Beispiel: Home-Bleaching


Vorher: Die Patientin wünscht sich hellere Zähne.

Nachher: Das Ergebnis nach Home-Bleaching.



Das sogenannte Office-Bleaching erfolgt nicht, wie der Name irrtümlich suggerieren könnte, im Büro des Patienten, sondern in der Zahnarzt-Praxis. Wir nennen es deshalb Praxis-Bleaching. Hierbei trägt der Zahnarzt hochkonzentriertes Bleichgel direkt auf die Zähne auf und aktiviert es mittels UV-Licht ("Zoom" der Firma Philips).

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Vorteile
Zahnarzt und Patient können hier vergleichsweise schnell deutlich sichtbare Ergebnisse erzielen. Die Behandlung dauert nur zirka 1,5 bis 2 Stunden.

Nachteile
Gelegentlich treten bei den Patienten Hypersensibilitäten auf, das heißt, nach dem Bleaching sind die Zähne für kurze Zeit empfindlich. Außerdem können die Zähne schneller wieder nachdunkeln als beim Home-Bleaching.


Beispiel: Office-Bleaching


Vorher: Der Patient wünscht sich schöne, helle Zähne.

Nachher: Das Lachen des Patienten nach dem Office-Bleaching.



Nicht-vitale Zähne, dass heißt Zähne, bei denen eine Wurzelkanalbehandlung erfolgte, können nur von innen heraus gebleicht werden (Internes Bleichen). Der Zahnarzt bringt hier eine spezielle Bleichsubstanz in den Zahn ein. Diese Methode kann nur bei bereits wurzelbehandelten Zähnen durchgeführt werden, sie dauert in der Regel - je nach dem Grad der Verfärbung des Zahnes - wenige Tage bis 2 Wochen.

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Das interne Bleichen ist eine minimal-invasive Alternative zum Überkronen von verfärbten, wurzelbehandelten Zähnen und gilt als sehr einfache, sichere und wissenschaftlich anerkannte Methode.


Beispiel: Bleaching eines wurzelbehandelten Zahnes (Oberkiefer)


Vorher: Der verfärbte, dunkle, wurzelbehandelte Frontzahn soll gebleicht werden.

Nachher: Durch "internes" Bleaching wird der Zahn von "innen" gebleicht.


Beispiel: Bleaching eines wurzelbehandelten Zahnes (Unterkiefer)


Vorher: Der wurzelbehandelte Frontzahn soll gebleicht werden.

Nachher: Das Ergebnis nach "internem" Bleaching und Erneuerung der alten Füllung.