Füllungen


Füllungen und Füllungstherapie: Komposite, Keramik & Gold



Ist erst einmal eine Karies am Zahn entstanden, so kann der Zahnarzt diesen per Füllungstherapie reparieren.

Das Ziel ist es, möglichst viel gesunde Zahnhartsubstanz zu erhalten. In jedem Fall aber muss der den Zahn zerstörende Prozess aufgehalten werden. Dazu entfernt der Zahnarzt die kariöse Zahnhartsubstanz und präpariert einen Raum für die Aufnahme einer Füllung.

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Der von der Karies gereinigte Raum kann nun auf verschiedene Arten gefüllt werden. Bei kleinen und mittelgroßen Defekten eignen sich plastische Füllmaterialien wie Komposite (Kunststoffe). Sie werden direkt in den Zahn eingebracht und mittels UV-Licht ausgehärtet.

Bei mittelgroßen und großen Defekten kommen eher Einlagefüllungen (Inlays) zum Einsatz. Ob sie als Inlay, Onlay oder Overlay bezeichnet werden, ist eine Frage der Ausdehnung, wobei der Übergang zur Teilkrone fließend ist. Einlagefüllungen werden in der Regel nach einem Abdruck in einem zahntechnischen Labor gefertigt und dann vom Zahnarzt in den Zahn eingeklebt oder einzementiert.

In der Zahnarztpraxis Tal 13 kommen in der Regel Inlays aus Keramik oder Gold zum Einsatz.



Komposite gehören zu den direkten Füllungsmaterialien, auch plastische Füllungsmaterialien genannt. Sie können im Gegensatz zu Keramik- oder Goldrestaurationen vom Zahnarzt sofort eingesetzt werden.

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Moderne Komposite, eine Kunststoffmatrix mit darin eingelagerten Füllstoffen, ermöglichen eine zahnfarbene Ästhetik in verschiedenen Farbnuancen.

Bei Füllungen der Frontzähne sind Komposite das Mittel der Wahl. Auch im Backenzahnbereich sind Füllungen mit Kompositen möglich, aufgrund der größeren Druckbelastungen beim Kauen ist der Einsatz in diesem Bereich aber abhängig von der Größe des Defekts.

Durch den Einsatz einer Polymerisationslampe mit blauem Licht wird die Kunststoffrestauration ausgehärtet und erlaubt es dem Patienten, den reparierten Zahn bereits unmittelbar nach der Behandlung wieder beim Kauen zu belasten.


Beispiel: Abgeknirschte Frontzähne


Vorher: Drei der vier Frontzähne sind deutlich abgeknirscht und dadurch verkürzt.

Nachher: Nach dem Aufbau mit Kompositen sind die Zähne wieder länger, die Schneidekanten sind wieder perfekt aufgebaut und gerade.

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Beispiel: Zwei abgebrochene Frontzähne


Vorher: In Folge eines Unfalls brachen bei dieser jungen Patientin die beiden mittleren Schneidezähne ab.

Nachher: Mit Kompositen gelang es beide Zähne wieder aufzubauen und das natürliche Erscheinungsbild wiederherzustellen.



Keramik und Gold zählen zu den indirekten Füllungsmaterialien und werden in zwei getrennten Sitzungen verarbeitet; das heißt, es sind zwei Zahnarztbesuche nötig. In der ersten Sitzung präpariert der Zahnarzt den Zahn und nimmt einen Abdruck vom präparierten Zahn.

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In der zweiten Sitzung setzt er dann die mit höchster Präzision im zahntechnischen Labor angefertigte Restauration ein. Für die Zeit zwischen erster und zweiter Sitzung erhält der Patient ein Provisorium. Selbst dieses Provisorium ist aber bereits so exakt gefertigt, dass es in der Zeit zwischen erster und zweiter Sitzung einen völlig normalen Alltag ohne jede Einschränkung erlaubt. Die Zeitspanne zwischen erster und zweiter Sitzung beträgt gewöhnlich 7 bis 14 Tage – abhängig natürlich auch vom Terminplan des Patienten.

Keramik
Einlagefüllungen aus Keramik werden insbesondere bei mittelgroßen und großen Defekten im Backenzahnbereich verwendet. Hochspezialisierte Zahntechniker können die natürliche Zahnfarbe so exakt nachahmen und die Inlays so präzise herstellen, dass nach dem Einsetzen selbst der Zahnarzt kaum mehr erkennen kann, wo der natürliche Zahn aufhört und das Keramik-Inlay beginnt. Voraussetzungen für diese optimale Fertigung und Passform der Restauration sind eine exakte Farbbestimmung und ein äußerst genauer Abdruck des Zahns nach der Präparation.

Gold
Auch Goldlegierungen werden immer noch gerne als Restaurationsmaterial verwendet. Es ist ein über Jahrzehnte bewährtes Material, besonders stabil, langlebig und belastbar und kommt daher vorwiegend im Bereich der hinteren Backenzähne zum Einsatz. Dort fällt auch der Farbunterschied zum natürlichen Zahn optisch weniger ins Gewicht.

Ein weiterer großer Vorteil von Goldinlays ist deren Materialeigenschaften, hier besonders die Materialhärte, denn Goldlegierungen sind nahezu gleich hart wie die natürlichen Zähne des Menschen. Dieser Umstand ist besonders wichtig für Patienten, die zum Knirschen und Pressen neigen ("Bruxismus") und/oder Kiefergelenksbeschwerden haben. Bei härteren Materialien kann es zu einer stärkeren Belastung des Kiefergelenkes kommen.


Beispiel: Einlagefüllungen (Inlays)


Vorher: Zwei Galvano-Inlays – eine Mischung aus klassischem Gold-Inlay und Keramik-Inlay – weisen kariöse Spuren auf und sollen ersetzt werden.

Nachher: Die Karies wurde beseitigt, die neuen Inlays aus Vollkeramik sorgen für eine 100 Prozent natürliche Optik.